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Δ R.I.K.  „Großeltern willkommen in der freien Grundschule De Ark in Oekene.“

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Herr director Geert Orgaer.

Stolze Großmütter, || Kurz warten, || Vielfarbig, || Sprechende Bilder. || „In der Nähe des Hofs“, || Sieh Toontje da nun stehen, || Große Pferdeaugen, || Pferde, Roger und Sohn. || Mathis De Brabandere und Tanguy De Brabandere. || Sport betreiben.
 

 

Vorschulklasse 1e/2e/3e (a und b)

grundschule, basisschool, école primaire, primary school

Die Arche (Hausboot), De Ark, L' Arche (La Péniche), The Ark (Houseboat)


Genealogie JM KORTRIJK
: Mathis und Tanguy

 (Geneanet)

 

 

 
 

Stolze Großmütter (Christiane und Christine) von Mathis De Brabandere (° 2002). Im Jahr 2006 ist vielleicht Tanguy (° 2004) an der Reihe.

 
 

 
 
 

Kurz die Reihe abwarten, || vor dem Spielen.

 
 

 
 
 

Eine bunte Gesellschaft aus Jung und Alt.

 
 

 
 
 

Sprechende Bilder.

 
 

 
 

Herr Direktor und verehrte Lehrkräfte, danke für Ihren Einsatz, Großvater von Mathis De Brabandere (° 2002), gezeichnet JM-Kortrijk

 
 

Erzählung „In der Nähe des Hofs“ (JM) zum Stilllesen. (1984)

„EINLEITUNG: Erwachsene

INSPIRATION: Die Philosophie dieser Geschichte hat als Unterton Geborgenheit, das Kind/der Erwachsene lernt, was Freundschaft ist.

KIND: Dieser Text ist nur als Leidfaden gedacht, um ihn in der gesprochenen Sprache des Kindes weiterzuerzählen.

ERWACHSENE: Die Verwendung von Poesie und die einfache Kindersprache in der Erzählung sind eine Verwebung des Erwachsenen und des ewigen Kindes in uns.

 

  Die Schultern nach vorne und mit dem kräftigen Hals links und rechts nickend und ab und zu schnaubend, um sich selbst neue Kraft zu geben, drückt das Pferd seine Hufe schräg nach hinten in den Boden.

Hinter Blesses Rücken quietscht die schwere Walze.

Bauer Jan geht mit sicheren Schritten auf der von Hufschlägen gezeichneten Erde, schweigend, mit Siebenmeilenstiefeln stapft Klein Toontje neben Bauer Jan her. Ein Glöckchen klingelt hoch oben an Blesses Hals, es klingt voller Musik und macht die Arbeit leicht.

Kinderzeichnung von Peter

   
Die noch nicht so hoch stehende Sonne scheint in Bauer Jans gefurchten Nacken, die Wärme des großen Pferdes kribbelt in ihren Nasen, sie schreiten weiter, langsam und sicher. Die drei drücken den störrischen Brocken platt, hin und her plättet die Walze.

Gegen Mittag reiben sich die Stiefel des kleinen Jungen an Blesses dampfenden Schultern.
Blesses Körper bebt, vorsichtig um keine Last zu sein, hilft der kleine Junge immer wieder dem Körper des schweren Pferdes, indem er das Auf- und Niedergehen abfedert.



„Man sieht es nicht, aber Bauer Jan fühlt sich glücklich. “

  Die Walze trommelt hier auf dem Kopfsteinpflaster und dort trägt das Gras das schwere Gewicht. Sie sind jetzt in den geraden Weg zum Hof eingebogen. Wild und unbekümmert trippelt und trabt neben der Stute ein Fohlen am Stacheldraht entlang. Mutter Stute, mit einer Wolldecke versehen, wiehert und hat für eine Weile die saftige grüne Wiese vergessen. 
Toontjes Haus war nicht groß. Das gepachtete Häuschen benötigte dringend ein neues Dach. Denn auf dem Dachboden, auf den der Junge zuletzt mit Mama mitgegangen war, standen an bestimmten Stellen verschiedene Töpfe, und diese mussten nach einem Regenschauer dringend geleert werden.

Und im soeben vorbeigegangenen Winter hatte Papa einen sehr großen Schneeball auf der Treppe nach unten gerollt, der Pulverschnee hatte durch die klaffenden Dachpfannen hindurch einen Schneeteppich gelegt.

Papa und Mama hatten keinen Luxus, aber arbeiteten hart und wenn sie gesund blieben und ihre Arbeit weitermachen konnten, dann würden sie selbst ein Wohnhaus kaufen, das hatte Mama schon ausgerechnet.

Es wurde sparsam gelebt. Toontje war ein Einzelkind und sein bester Spielkamerad war Dolly, ein lebhafter kleiner Hund. Sie stürmten zu zweit mit solch einer Ausgelassenheit ins Haus herein und wieder hinaus, dass es Mama auf die Nerven ging.

Was der Knabe diesen Mittag gegessen hatte, war nicht wichtig, denn draußen war es schönes Wetter und dort lag eine wunderbare Welt.

Die Phantasie wurde durch so viel freien Platz angeregt. Man erstickt dort nicht, man kann ausbrechen. Auf dem Lande vertrug die Natur die verrücktesten Kunststücke.

Man war nur ein Stecknadelkopf und doch fühlte man es nicht. Alles, was man sah, war dort notwendig, es war schon seit Jahren so, es gedieh hier gut.

 
 

Sieh Toontje da nun stehen,

  Sieh Toontje da nun stehen mit dem Gesicht zur Wand, hin und wieder mit einem Fuß auf den Boden stampfend. Höre ich Toontje nicht schnauben ... neben ihm liegt ein Ziehbalken aus einem Zweig mit Schnüren.

Der kleine Kerl hatte gestern unterwegs den Zweig abgerissen. Alles, was man braucht, wächst hier auf den Feldern.

Bald kommt Bert und dann würden sie mit ihrem Holzkarren auf den holprigen Wegen fahren. Bertje hatte sich heute etwas verspätet, aber das hatte der Junge nicht einmal gemerkt, denn Toontje war ein Pferd, und so musste man lange im Stall still stehen können, tief in Gedanken versunken und hin und wieder schaudern wegen der schönen Erinnerungen, man musste mit dem Bein stampfen, bis es taub wurde, um zu zeigen, wie hart und stark man war. Und für einen Klaps in den Nacken ist man gewillt, denn Freundschaft tut gut.

Toontje spielte immer das Pferd, das war eine Rolle, die ihm am besten lag. Einen Bauern spielen, nein, das nicht, es ist zu einfach. Und außerdem, wie sollte er einen Bauern spielen können. Toontje mit seinen Pferdegefühlen einem Pferd befehlen? Es gibt nichts zu sagen, denn das Pferd weiß alles, was es tun muss. Der Abend kam viel zu früh für Toontje, der kleine Mann fühlte sich diesen Abend allein.

Und hatte er das kleine Fohlen auf der Weide auch nicht allein gesehen?

War das kleine Pferd nicht seinetwegen mit der Stute mit zum Hof gelaufen? Das Kind hatte Mitleid mit dem kleinen Fohlen, als es dachte, dass es wachsen musste, um hart zu arbeiten und um dann auch noch viel allein im Stall zu stehen.

„Mama“, sprach das Kind. „Mama, statt eines Häuschens, kaufe das Fohlen von Bauer Jan.“
Pferd in Gedanken versunken    
 

Mama nahm ihren kleinen Liebling auf den Schoß und erzählte.

„Es war einmal ... “ Der Junge schmiegte sich an Mamas Schoß.

In einem kleinen Haus, verfallen und armselig, wohnte eine kleine Familie: Papa, Mama und ein kleiner Junge. Papa und Mama mussten hart arbeiten, dann hatten sie gerade genug, um für den Lebensunterhalt zu sorgen.

Jantje, so hieß der Sohn, ein fleißiger Junge, denn nach der Schule ging er helfen bei Bauer Docus, er arbeitete, als ob es für sich selbst war, darum bekam er etwas Taschengeld von Bauer Docus.

Es war Frühling und auf dem Hof von Bauer Docus wurde ein Fohlen geboren. Sofort war Jantje vernarrt und taufte das Fohlen Blesse, wegen des weißen Fleckens auf der Stirn des Fohlens, das wäre ein guter Name, hatten sie ihm eingeflüstert.

Jantje sparte sein Geld von der Abendarbeit, um Bauer Docus' Fohlen zu kaufen. Du wirst es nicht glauben, aber der Junge schuftete während seiner Sommerferien so hart, dass er genug für den Kauf zusammen gespart hatte.

Stolz ging der kleine Mann mit Blesse an der Hand nach Hause, das Fohlen wurde frei gelassen auf einem gepachteten Stück Land, das Bauer Docus gehörte. Täglich brachte unser Jantje extra gemähtes Gras vom Straßengraben für seinen Liebling.

Es blieb nicht Sommer, und das Gras wurde knapper, und Jantje hatte so viel Arbeit mit seinem „Kuscheltier“, dass Bauer Docus den Jungen noch seltener sah als das hohe Gras.

Es wurde kalt und Jantje hatte schon seit einigen Tagen daran gedacht. Blesse brauchte einen Stall, aber da das Geld fehlte, um einen Stall zu bauen, wurde das Fohlen mit der Hilfe von Pa und Ma über die Treppe auf den Dachboden geschoben. Was würden Eltern nicht tun, um ihre Kinder glücklich zu machen. Aber die Arbeit, die der Sohn jetzt tun musste, um für Sauberkeit zu sorgen und den Geruch fernzuhalten, war zu schwer.

Das Kind schaffte es nach einer Woche nicht mehr und weinte vor Ohnmacht und Verdruss. In seiner großen Traurigkeit sah er in die großen Augen von Blesse und plötzlich wusste er es. Es fiel ihm wie Schuppen von den Augen ….

Er hatte alles getan, um sein Lieblingstier in seiner Nähe zu haben, aber er hatte nicht daran gedacht, dass das Fohlen trotz seines guten Willens hier oben auf dem dunklen Dachboden nicht an seinem Platz stand.
 

Große Pferdeaugen

  Der kleine Mann las in diesen großen Pferdeaugen das große Verlangen, wieder im Stall zu stehen bei Bauer Docus, in der Nähe und Wärme bei „Stute“ und „Hengst“.
Was hatte er doch getan? Pferde passen doch nicht zu armen Menschen und Fohlen sind abends am liebsten bei Mama „Stute“.

Jantje bat weinend seinen Papa, ob er Blesse an Bauer Docus verkaufen würde, er selbst wagte es nicht, denn das Kind hatte sich nun auch schon eine lange Zeit vom Hof ferngehalten.
Der Bauer „lachte“, er wusste wohl, dass Jantje Blesse zurückbringen würde, darum hatte er für das wenige Taschengeld sein Fohlen verkauft. Docus kannte schließlich das gute Herz seines kleinen Knechts.
Papa bekam Jantjes Taschengeld von Docus zurück, und Papa gab Jantje stolz das verdiente Geld.

Inzwischen bäumte sich das Fohlen auf voller Freude, seine Mutter „Stute“ und seinen Vater „Hengst“ wiederzusehen. Jantjes Herz schmolz vor Zärtlichkeit und Freude, der Sohn war befreit und wusste nun, dass man seinen Traum nicht besitzen braucht, um glücklich zu sein.
Peter De Brabandere (°1973) Peter am Pferdestall.    

Jantje sagte: „Papa, ich habe dich gern, und Mama ist die liebste von der ganzen Welt. Hier ist mein ganzes Geld, das ist nicht genug, um euren Traum zu bezahlen, aber es wird wohl helfen, um die schwierigen Wintertage zu überstehen.“ Und der Schornstein rauchte nun jeden Tag.

Mama, die während der ganzen Zeit ihrer Erzählung vor sich hingestarrt hatte, schaute jetzt zu ihrem Toontje. Und weise, wie Mama war, sah sie in seinen Augen noch ... Fragen und Verdruss!


Das Fohlen „Blesse“ war nun zwar bei „Stute“ und „Hengst“, aber es würde nun doch hart arbeiten müssen und allein im Stall stehen, wenn es größer wurde, erzählten Toontjes fragende Augen.

Mutter erzählte weiter.

Weißt du, Liebling, dass Jantjes Fohlen auch eine Lektion gelernt hatte. Es wusste nun, dass es Menschen mit einem goldenen Herzen gibt, die alles tun würden, um ihre Pferde glücklich zu machen. Und die zum Äußersten ihrer Kräfte gehen.
Aber waren nun nicht gerade sie, die Pferde, die Stärksten, und wie können sie ihren menschlichen Freunden besser danken, als ihre große Kraft zu schenken!

„Weißt du, mein Liebling, dass Bauer Jan und sein Pferd hier vom Hof …“, sprach Mama zu ihrem Kind. Toontje drückte seinen kleinen Finger gegen Mutters Lippen und sagte leise: „Psst …“
Mama brachte ihren kleinen Bengel in sein Bettchen und zog die Laken bis zu seinen Ohren, Toontje drehte sich behaglich, und Mama sagte nur noch:
Pferde im Stall träumen schön bei guten Menschen.“ Und sie gab ihrem Bengel noch einen Klaps in den Nacken.
Schlaf gut, mein lieber Junge.

Für einen Klaps in den Nacken ist man gewillt, denn Freundschaft tut gut. Diese Geschichte „In der Nähe des Hofs“ wurde für meinen Sohn Peter De Brabandere (1973 Moeskroen) geschrieben und für meine Enkel wieder hervorgeholt. Mathis (2002 Roeselare) und Tanguy (2004 Roeselare).
(JM-Kortrijk
„Turmfalke“)

 

Pferde, Roger  (1923-1988) und Sohn Jean-Marie De Brabandere (1947)

 
Anmerkung: Die verwendeten Vornamen sind nicht zufälligerweise die Vornamen unserer Großeltern, die auf dem Rhodeshof wohnten. Es war schon seit Jahren so, dass diese lieben Menschen sich durch ihr Vorbild und die ausgedachten Geschichten die Zeit nahmen, ihren Kindern eine gute Bildung zu verschaffen.

Man sieht Bauer Jans Glück, er setzte Toontje auf diesen stillen Arbeiter gleich hinter das klingende Glöckchen.

Vielleicht erkennen Sie die „philosophische Mutter“ in der Geschichte, die mit Liebe erzählt.

„ein schönes Glück, aber man sieht es nicht“ Bauer Jan.
Gerne ende ich mit einem allgemein bekannten Spruch, den mein Großvater mütterlicherseits, Achille Deput, in Ehren hielt:
Dort allein kann Liebe wohnen.
Dort allein ist das Leben schön,
wo man still und ungezwungen,
alles füreinander tut.


valkenier-emoticon

(-: Emoticons Smileys :-)
http://www.emofaces.nl

 

Jean-Marie De Brabandere (° 1947) (alias JM-Kortrijk „Turmfalke“ Wervik 1969)
 fs (Roger Debrabandere fs (Hector x Juliana Vanneste) x Marie Deput fa (Achille x Maria Knockaert))

Peter De Brabandere x Veronique Verbeke

Mathis De Brabandere und Tanguy De Brabandere

 

 

Sport betreiben. Sonnenblumenfeld Oekene 22 07 2008

 

 

 

 
 

 

 
   

 

 
   

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